Odenwald 2002 - Die Story |
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Irgendwann - den genauen Zeitpunkt habe ich natürlich standesgemäss
vergessen, es war aber AD 2001 - hatten wir ganz plötzlich das Mitglied
#42 in unseren Reihen. Eingeweihte
wissen natürlich, dass diese Zahl die Frage auf alle Antworten des Universums ist.
Selbst die damals dringlichste Frage - "Wer richtet das erste GRR-Treffen
in 2002 aus?" - erfuhr auf diese Art eine Antwort: 42. Und so kam es, dass wir
von Kirsten vom 6.-9. Juni 2002 in ihre weitere Heimat, den Odenwald, gelockt
wurden. Ort des Treffens war ein Gasthof im Walde, weitab jeder Ortschaft,
das Waldhotel Habermannskreuz.
Als besonderes Schmankerl hatte Kirsten noch angeboten, am Freitag eine Führung
durch die unter Paläontologen berühmte Grube Messel zu organisieren,
und die GRR## 2, 13 und 19 bissen an.
Ein Treffpunkt war von den dreien schnell ausgemacht: das Falltorhaus bei Schotten sollte es sein, in unmittelbarer Nähe des berühmten Schottenrings. Dummerweise habe ich das Beweisfoto vergessen ... ;-) Nach einer ausgiebigen Mittagspause machten wir uns dann auf den weiteren Weg Richtung Odenwald, und erhielten im Spessart die Strafe für durch-Bayern-fahren: ein Regen, wie man ihn in solcher "Schönheit" selten findet. Pünktlich mit Wiedereintritt in Hessen war es aber wieder trocken. Der Abend verging bei Quatschen, Essen (viel und gut, ich kämpfte mit einem Biergoulasch) und Süssgespritztem.
Der Freitag empfing uns nicht nur mit einem schönen und
umfangreichen Frühstück, sondern auch mit Regen.
Da wir aber erst um 13:30 h an der Grube verabredet waren, liessen
wir es uns nicht verdriessen und testeten die Gemütlichkeit
der Zimmer. Zur Abfahrt war es aber trocken, und wir konnten
ohne Pelerinen den Weg in Angriff nehmen. Pünktlich um 13:25 h
trafen wir am vereinbarten Treffpunkt, einem Parkplatz vor der Grube,
ein. Kein Mensch zu sehen, nur viele Autos. Sollte die Gruppe schon
nach unten gegangen sein? Wir gingen in Richtung Grube, um hinter
dem verschlossenen Eingangstor eine Menge Fahrräder zu sehen.
Uns schwante Böses. Vom Aussichtspunkt, von dem aus man einen
schönen
Überblick über die Grube hat, sahen wir dann 10 Minuten später
die Gruppe. Hm, sollten in Hessen die Uhren anders gehen? Irgendwer kam
auf die Idee, in den Ort zu fahren und die Leute vom Museum als Veranstalter
dieser Führungen etwas zu
beschimpfen, was sich als gute Idee erwies, denn als neuen Termin nannte
man uns 15:00 h.Um sicher zu sein, bauten wir uns um 14:30 h schon vor
der Grube auf. Die Gruppe erschien dann pünktlich um 15:30 h. Die
Uhren in Hessen gehen in der Tat anders ... Nun, es wurde dann noch eine
nette halbe Stunde in der Grube, unser Führer wusste eine Menge
Dönekens über Wissenschaftler, Anwohner und Minister
zu erzählen, und er fand auch tatsächlich ein paar Fossilien.
Zurück am Habermannskreuz wurden wir von den mittlerweile eingetroffenen GRR## 0, 6, 7 und 16 begrüsst. Ein eher zufälliger Blick auf das Ölschauglas von Jimmy's geliehener R1150R offenbarte gähnende Leere. Da sich niemand vorstellen konnte, dass ein Beemer innerhalb von knapp 700 km, davon knapp 300 bei moderatem Landstrassentempo, 1.5 l Öl konsumiert, muss da wohl der Vermieter aufs heftigste geschlampt haben. Die Lösung des Problems wurde auf den folgenden Tag verschoben. Der heutige klang wieder aus mit Quatschen, Essen (viel und gut, diesmal kämpfte ich mit einem Salatteller) und Süssgespritztem.
Nach dem schon gewohnt reichhaltigen Früstück machten wir
uns auf die Socken, um den Odenwald zu erkunden, nicht ohne in der
Vollversammlung beschlossen zu haben, dass Jimmy der Bayrischen
doch lieber mal einen Liter Öl spendieren sollte. In der Tat sah
man dann doch
ansatzweise den Östand ... Nun konnte es also wirklich losgehen,
Kirsten führte uns über kleine und kleinste Odenwaldstrassen
zunächst zum Felsenmeer, einem alten römischen Steinbruch mit angeschlossener
Open-Air-Steinmetzwerkstätte. Man sieht hier noch etliche angefangene
und nicht beendete Klamotten rumliegen, unter anderem eine ziemlich
grosse Säule, die der ehrenwerten Gesellschaft immerhin noch als
Sitzstange dienen konnte. Mit seinem bewährten schwyzer Charme
hatte Luigi einen anwesenden Rentner überredet, ein Foto zu schiessen,
ohne ihm allerdings gleich zu verraten, dass aus dem einen sieben werden
würden ... ;-)
Petrographische Untersuchungen haben im Übrigen ergeben,
dass Artefakte aus diesem Steinbruch von den Römern bis in die
Gegend um Trier geschafft worden waren. Eine durchaus respektable Leistung ...
Nach einem kurzen Imbiss im angeschlossenen Biergarten ging es weiter, wieder über die kleinsten Sträßchen, deren eines dann Grappa zum Verhängnis wurde: Er probierte aus, was stärker ist, eine 1100er Virago oder ein Fussgelenk. Auch wenn die Virago etwas lädiert war, ging der Vergleich doch mit einem eindeutigen Punktsieg für die Yamaha aus :(. Was passiert war? Keiner wusste es so genau. Wir vorne merkten erst, dass etwas faul war, als wir 10 Minuten an einer Abbiegung gewartet hatten, was für eine Pinkelpause in den hinteren Reihen eindeutig zu lange war. Grappa: "Plötzlich lag ich unterm Mopped ..." Matthias: "Plötzlich lag Grappa unterm Mopped ..." Mysteriös.
Nachdem Grappa verarztet und abtransportiert und die Virago in der
Scheune eines netten Bauern verstaut war, ging es weiter bis zum
lokalen Höhepunkt, dem Krähberg. Rechtschaffen müde
kamen wir im Habermannskreuz an, wo uns schon
GRR#23 erwartete, der seinem italienischen Alteisen die Fahrt von
Unna in den Odenwald "zugemutet" hatte. Diese olle Duc ist
einfach nicht totzukriegen ;-), und ihr Sound ist schon beeindruckend. Auch
GRR#30 kam mit Pflegerin noch auf eine Stippvisite vorbei.
Am Abend war Grillen angesagt, als Chef de cuisine betätigte sich der KotL. Heute kämpfte ich gegen die Maxi-Version eines Steaks sowie diverse Salate und eine Bratwurst. Nach dem Essen erhielten wir von der Wirtin die ausdrückliche Erlaubnis, mit Grappas traditionell mitgebrachter Grappa auf Grappas baldige Genesung zu trinken, was wir denn auch intensivst gemacht haben. So gesehen sollte der Flumpen eigentlich schon wieder in Ordnung sein ... ;-) Gute Besserung, Alter, und die Grappa war wirklich gut!
Das war es dann gewesen, trotz des Frühstücks machte sich
Melancholie breit, die natürlich gekonnt überspielt wurde ;-),
und so langsam aber sicher machte sich jeder auf den Heimweg.
Es war ein herrliches Treffen, und ein ganz besonders dickes Dankeschön
geht an unsere Antwort auf alle Fragen, die
Dabei waren:
| GRR#0 | Mattias |
| GRR#2 | Jimmy |
| GRR#6 | Rainer |
| GRR#7 | Luigi |
| GRR#13 | Rolf |
| GRR#16 | Grappa |
| GRR#19 | Deti |
| GRR#23 | Fritz |
| GRR#42 | Kirsten |
| und GRR#30 | Peter nebst Pflegerin auf Stippvisite |